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GoPro beim Tauchen: Die besten Einstellungen
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Fotografie 28. Juli 2026 Marc 10 Min. Lesezeit

GoPro beim Tauchen: Die besten Einstellungen

GoPro Tauchen Einstellungen für das Rote Meer: Auflösung, Weißabgleich, Rotfilter ab 5 m und HyperSmooth richtig setzen. Jetzt Setup optimieren!

Auf einen Blick

  • Video-Standard: 4K bei 30 Bildern pro Sekunde (B/s) – für schnelle Motive 2,7K bei 60 B/s
  • Weißabgleich: manuell auf ca. 6.000 K statt Auto
  • Rotfilter: ab rund 5 m Tiefe, wieder abnehmen, sobald du Licht einschaltest
  • Blickfeld: Linear oder Weit – SuperView nur für Weitwinkel-Szenen
  • Tiefenlimit: 10 m ohne Gehäuse, mit Schutzgehäuse bis 60 m
  • Revier: Rotes Meer, 20–40 m Sicht, 22–28 °C – die besten Lernbedingungen weltweit

Kaum ein Ausrüstungsteil kommt so oft mit ins Rote Meer wie die GoPro – und kaum eines enttäuscht so viele Taucher beim ersten Abspielen zu Hause. Blaugrüner Einheitsbrei, hektische Schwenks, Fische, die nur als Strich durchs Bild huschen. Das liegt fast nie an der Kamera. Die Werkseinstellungen einer Action-Cam sind für Mountainbiken und Skifahren gemacht, nicht für 20 Meter Tiefe am Elphinstone-Riff. Als PADI Divemaster filme ich seit Jahren auf fast jedem meiner über 2.000 Tauchgänge im Roten Meer mit einer Action-Cam am Griff – und dieser Guide zeigt dir genau die GoPro-Einstellungen fürs Tauchen, die du vor dem Abtauchen im Menü setzen musst. Welches Kamerasystem überhaupt zu dir passt, habe ich separat im Einstieg in die Unterwasser-Fotografie verglichen. Hier geht es ausschließlich um die Einstellungen.

Welche GoPro-Einstellungen brauchst du zum Tauchen?

Kurz gesagt: Stell die GoPro fürs Tauchen auf 4K bei 30 Bildern pro Sekunde (für schnelle Motive 2,7K bei 60), setz den Weißabgleich manuell auf etwa 6.000 K statt auf Auto, schraub ab rund 5 Metern Tiefe einen Rotfilter davor, wähl als Blickfeld Linear oder Weit statt SuperView und lass die Stabilisierung HyperSmooth aktiviert, aber nicht auf Boost oder AutoBoost laufen. Alles Weitere – hohe Bitrate, ISO-Limit bei 400, Farbprofil auf Natürlich – verfeinert das Ergebnis. Aber diese fünf Einstellungen entscheiden darüber, ob dein Riff-Video nach Urlaubsschnipsel oder nach echtem Rotes-Meer-Film aussieht.

Der Grundsatz vorweg: Der Touchscreen funktioniert unter Wasser nicht, und im Schutzgehäuse kommst du ohnehin nicht dran. Alles, was du im Menü brauchst, stellst du vor dem Tauchgang ein – am besten als zwei gespeicherte Voreinstellungen, zwischen denen du unten nur noch mit der Mode-Taste umschaltest.

Wie tief darf die GoPro? Wasserdichtigkeit und Schutzgehäuse

Die aktuellen GoPro-Modelle der HERO-Reihe sind ab Werk bis 10 Meter wasserdicht. Das ist die entscheidende Zahl, die viele überlesen: 10 Meter reichen zum Schnorcheln über dem Hausriff von Soma Bay, für Schwimmbad und Strand – aber nicht für einen Tauchgang. Für alles darunter brauchst du das Schutz- beziehungsweise Dive Housing, das die Kamera auf bis zu 60 Meter schützt. Es kostet keine 60 Euro und ist für Taucher schlicht nicht verhandelbar.

Ein Effekt überrascht viele beim ersten Mal: Die flache Frontscheibe wirkt wie eine Lupe – Motive erscheinen etwa ein Drittel größer und näher, dafür werden die Bildränder minimal weicher. Das ist Physik, kein Defekt.

Beschlagen von innen verhindern

Der häufigste Grund für einen ruinierten Kamera-Tauchgang im Roten Meer ist kein Wassereinbruch, sondern Kondenswasser: Du baust das Gehäuse in der klimatisierten Kabine bei 20 °C zusammen, schließt kühle, feuchte Luft ein und tauchst damit in 27 °C warmes Wasser. Nach zehn Minuten ist die Scheibe von innen blind. Meine Regeln dagegen:

  • Gehäuse immer im Schatten an Deck schließen, nie in der Klimaanlage und nie direkt nach dem Duschen.
  • Ein bis zwei Anti-Fog-Pads einlegen – die kleinen Silikagel-Streifen kosten Cent und wirken zuverlässig. Nach jedem Tauchtag im warmen, trockenen Raum lagern, dann sind sie mehrfach nutzbar.
  • Kamera und Gehäuse vorher trocken wischen: Jeder Tropfen im Inneren ist Feuchtigkeit, die später an der Scheibe landet.

Dichtungspflege im Salzwasser

Salz ist der eigentliche Killer, nicht das Wasser. Nach jedem Tauchtag lege ich Kamera und Gehäuse mindestens 15 Minuten in Süßwasser und drücke dabei die Tasten mehrfach durch, damit sich in den Tastern keine Salzkristalle festsetzen. Danach: Gehäuse öffnen, Dichtung herausnehmen, abspülen und die Dichtungsnut kontrollieren – ein einziges Sandkorn oder ein Haar reicht für eine Flutung. Auf die Gehäusedichtung kommt ein hauchdünner Film Silikonfett; zu viel zieht Sand an und wirkt gegenteilig. Die Dichtung an der Akkuklappe der Kamera selbst wird nur gespült und getrocknet, nicht gefettet.

Auflösung, Bildrate, Blickfeld: GoPro-Einstellungen je Tauchsituation

Es gibt nicht die eine richtige Einstellung, sondern vier typische Tauchsituationen im Roten Meer – und für jede eine sinnvolle Kombination. Speicher dir die beiden wichtigsten als Voreinstellung ab, dann brauchst du unter Wasser keinen einzigen Menüklick.

Riff im Weitwinkel: der Standard

4K, 30 Bilder pro Sekunde, Blickfeld Weit, HyperSmooth aktiviert (aber nicht auf Boost/AutoBoost). Das ist meine Grundeinstellung für 80 Prozent aller Tauchgänge – Riffkante in Safaga, Korallengarten in Marsa Alam, Blauwasser-Panorama. 30 B/s liefern eine natürliche Bewegungsanmutung, 4K gibt dir beim Schnitt Reserve zum Zuschneiden, und der volle Weitwinkel bringt das Riff samt Taucher ins Bild. Wichtig: Bewegungen extrem verlangsamen. Was sich beim Filmen ruhig anfühlt, wirkt am Fernseher immer noch doppelt so hektisch. Zähl beim Schwenken innerlich bis fünf.

Delfine und schnelle Bewegung

2,7K bei 60 Bildern pro Sekunde – oder 1080p bei 120, wenn du Zeitlupe planst. Sobald das Motiv schneller ist als du, brauchst du Bildrate statt Auflösung. Bei den Delfinbegegnungen an den Riffen von Sataya und Samadai, über die ich im Guide zum Schwimmen mit Delfinen in Ägypten schreibe, ist genau das der Unterschied zwischen scharfen Einzelbildern und einem grauen Wisch – denn bei 60 B/s halbiert sich die längstmögliche Belichtungszeit pro Bild (1/60 s statt 1/30 s). Dasselbe gilt für Adlerrochen, Makrelenschwärme und jeden Hai, der aus dem Blau auftaucht.

Wrack und Dämmerlicht

Im Laderaum der Thistlegorm oder unter den Überhängen von Abu Nuhas kämpfst du mit Lichtmangel. Hier hilft: 4K bei 24 oder 30 B/s, ISO-Limit auf 800 bis 1600, Blickfeld Linear. Die niedrigere Bildrate lässt mehr Licht auf den Sensor, das höhere ISO-Limit verhindert ein absaufendes, zu dunkles Bild – auf Kosten von etwas Rauschen. Wichtiger als jede Einstellung ist im Wrackinneren aber eigenes Licht: Ohne Videolicht bleibt jeder Innenraum eine schwarze Fläche. Und noch wichtiger als das Licht ist die Ausbildung: Laderäume und Überhänge sind Overhead-Environment ohne direkten Weg zur Oberfläche – dort filmst du nur mit entsprechender Wrack-Tauch-Ausbildung (etwa PADI Wreck Diver) oder in Begleitung eines ortskundigen Guides, nie allein auf gut Glück. Welche Wracks Durchgänge bieten, steht in meiner Übersicht der besten Wracks im Roten Meer.

Makro und Details – die Grenze der GoPro

Ehrliche Ansage: Die GoPro ist keine Makro-Kamera. Ihr Objektiv ist auf Weitwinkel getrimmt und fokussiert erst ab etwa 30 Zentimetern sauber. Anemonenfisch, Muräne oder Nacktschnecke bekommst du nur als Teil einer Riffszene ins Bild, nicht formatfüllend. Wenn du es trotzdem versuchst: Blickfeld auf Linear oder Schmal gegen die Randverzeichnung, dazu ein Aufsteck-Makrofilter. Realistischer ist, kleine Motive der Kompaktkamera zu überlassen und die GoPro für das zu nutzen, was sie besser kann als alles andere: großes Weitwinkel-Video.

ProTune, Bitrate und Farbprofil

Hinter dem ProTune-Menü stecken die Einstellungen, die den Profi-Look ausmachen. Meine Werte fürs Rote Meer:

  • Bitrate: Hoch. Kostet Speicherplatz, rettet aber Details in bewegtem Wasser und in Korallenstrukturen – dazu eine microSD-Karte mit mindestens V30.
  • ISO-Minimum 100, ISO-Maximum 400 bei Tageslicht im Flachen. Im Wrack oder auf 30 Metern hoch auf 800 bis 1600.
  • Schärfe: Mittel. Die Werkseinstellung Hoch erzeugt harte Kanten, die sich nicht mehr rausrechnen lassen.
  • Farbprofil: Natürlich, wenn du direkt teilen willst. Das flache Profil lohnt nur, wenn du am Rechner wirklich Farbkorrektur machst – sonst wirken die Clips grau.
  • Belichtungskorrektur -0,5 in flachem, gleißendem Wasser: So brennt die Oberfläche nicht aus.

Farben unter Wasser: Rotfilter, Weißabgleich und Videolicht

Die Physik in einem Satz: Wasser schluckt langwelliges Licht zuerst. Rot ist ab etwa 5 Metern praktisch weg, Orange folgt bei 10, Gelb bei rund 20 Metern. Deine Kamera kann nur aufzeichnen, was noch da ist – deshalb wird alles blaugrün. Dagegen hast du genau drei Werkzeuge, und die Kunst besteht darin, sie nicht zu vermischen.

1. Der Rotfilter. Er dämpft den Blauanteil und stellt das Gleichgewicht wieder her. Sein Einsatzbereich liegt zwischen etwa 5 und 20 Metern im natürlichen Tageslicht – flacher wird das Bild knallrot, tiefer fehlt das Restlicht, das er ausbalancieren könnte. Ich nutze ein Rotfilter-Set mit rotem und magentafarbenem Filter: Rot für das tiefblaue Wasser der Offshore-Riffe, Magenta für grünstichigeres Küstenwasser. Achtung beim Kauf: Objektivmounts und Filtergewinde unterscheiden sich zwischen den GoPro-Generationen – die HERO13 Black hat etwa einen neuen HB-Objektivmount, und das verlinkte Set ist für die HERO 9 bis 12 ausgewiesen. Prüfe die Modellangabe für deine Generation, statt dich auf ein pauschales „passt für GoPro“ zu verlassen.

2. Der Weißabgleich. Lass ihn nicht auf Auto. Der Automatik-Weißabgleich sucht während des Tauchgangs permanent nach, sodass die Farbtemperatur im laufenden Clip springt – ein Effekt, den du in der Nachbearbeitung nie wieder sauber wegbekommst. Stell ihn stattdessen fest ein: rund 6.000 K, wenn du mit Rotfilter im Tageslicht filmst, und rund 5.000 bis 5.500 K, wenn du mit Videolicht auf kurze Distanz arbeitest – Action-Cam-Videolichter sind tageslichtbalanciert, ein niedrigerer Wert rendert das Bild unnötig kühl. Ein fester Wert bedeutet konstante Farben über den ganzen Clip.

3. Das Videolicht. Es bringt echtes Rot zurück, statt es rechnerisch zu simulieren – aber nur auf kurze Distanz. Ein kompaktes LED-Videolicht für Action-Cams ist die sinnvollste Erweiterung überhaupt, wenn du an Wracks, in Überhängen oder bei Nachttauchgängen filmst. Jenseits von etwa anderthalb Metern verpufft seine Leistung im Wasser komplett.

Und jetzt die Regel, an der die meisten scheitern: Filter und Licht nie gleichzeitig. Der Filter nimmt Blau weg, weil zu wenig Rot da ist – wenn dein Licht das Rot wieder liefert, bekommst du ein orangerotes Bild, das kaum zu retten ist. Meine Praxisregel lautet deshalb: Filter für Weitwinkel im Tageslicht, Licht für alles, was näher als ein Meter vor der Linse liegt. Beides zusammen ist immer falsch.

Profi-Tipp von Marc

"Ich lege im Setup zwei Voreinstellungen an: Preset 1 heißt bei mir Riff (4K/30, Weit, Weißabgleich 6.000 K, ISO max. 400), Preset 2 heißt Action (2,7K/60, Linear, ISO max. 800). Unter Wasser schalte ich mit einem einzigen Druck auf die Mode-Taste um, ohne den Touchscreen zu brauchen – der funktioniert dort ohnehin nicht. Wer erst auf 25 Metern anfängt, im Menü zu wischen, hat den Rochen schon verpasst."

Zubehör, das sich wirklich lohnt

Rund um die GoPro gibt es einen Zubehörmarkt, der vor allem eines gut kann: Geld einsammeln. Das hier braucht wirklich jeder Taucher:

  • Ein Griff oder Tray. Das mit Abstand wirksamste Zubehör für ruhige Bilder: Eine Kamera in der ausgestreckten Hand wackelt bei jedem Atemzug, ein Kameragriff mit Handschlaufe gibt dir eine zweite Stabilisierungsebene, an die keine Software herankommt. Ein späteres Videolicht schraubst du direkt an den Griffarm.
  • Ein Lanyard ans BCD. Klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einer verlorenen und einer geretteten Kamera: elastisches Spiralkabel an einen D-Ring, fertig. Ich habe schon mehr als eine GoPro im Sand von Abu Dabbab verschwinden sehen.
  • Zwei bis drei Ersatzakkus. 4K-Aufnahme frisst Strom, und auf einer Safari mit vier Tauchgängen täglich reicht ein Akku nie. Lad alles nachts, wenn der Generator läuft.
  • Eine Dome-Kuppel – aber nur für Split-Shots. Für halb-über-halb-unter-Wasser-Bilder unverzichtbar, sonst nur sperriges Zusatzgewicht im Gepäck.

Typische Fehler und die Checkliste vor dem Tauchgang

Diese fünf Fehler sehe ich an ägyptischen Riffen jede Woche: durchgehend filmen statt gezielt zehn Sekunden pro Szene, zu schnelle Schwenks, den Rotfilter im Flachwasser oder bei eingeschaltetem Licht drauflassen, Auto-Weißabgleich – und der teuerste: die Kamera wichtiger nehmen als die Tarierung. Wer mit dem Blick am Display klebt, sackt ab, wirbelt Sand auf und ruiniert das Bild der ganzen Gruppe.

Meine Checkliste, die ich vor jedem Tauchgang an Deck durchgehe:

  • Akku voll, Karte leer – beides am Vorabend erledigen, nicht auf dem Zodiac.
  • Preset gewählt und Weißabgleich fest eingestellt, passend zum geplanten Tauchgang.
  • Dichtung kontrolliert: kein Sand, kein Haar, kein Salzrand in der Nut.
  • Anti-Fog-Pad drin, Gehäuse im Schatten geschlossen, hörbar eingerastet.
  • Filter passend zur Tiefe: drauf für den Riff-Tauchgang, ab für Flachwasser und Lichteinsatz.
  • Lanyard eingeklinkt, bevor du vom Boot springst.
  • Aufnahme aus, bis du unten bist – nichts ist langweiliger als drei Minuten Abstiegsblasen.

Wenn du diese GoPro-Einstellungen fürs Tauchen einmal sauber als Preset hinterlegst, holst du aus dem Roten Meer mit seinen 20 bis 40 Metern Sicht und 22 bis 28 °C warmem Wasser Aufnahmen heraus, für die andere Reviere teures Equipment brauchen. Die Technik ist in zehn Minuten erledigt – den Rest macht deine Tarierung.

Häufige Fragen

Wie tief kann ich mit der GoPro tauchen?+

Ohne Zusatzgehäuse sind die aktuellen HERO-Modelle bis 10 Meter wasserdicht – das reicht zum Schnorcheln, nicht zum Tauchen. Für Tauchgänge brauchst du das Schutz- beziehungsweise Dive Housing, das die Kamera bis 60 Meter schützt. Es kostet keine 60 Euro und ist für Taucher Pflichtausrüstung, nicht Zubehör.

Brauche ich beim Tauchen wirklich einen Rotfilter?+

Wenn du im natürlichen Tageslicht zwischen etwa 5 und 20 Metern filmst: ja. Ohne Filter wird jedes Bild blaugrün, weil Wasser den Rotanteil des Lichts ab rund 5 Metern schluckt. Flacher als 5 Meter wird das Bild mit Filter knallrot, tiefer als 20 Meter fehlt das Restlicht. Arbeitest du dagegen mit Videolicht auf kurze Distanz, lässt du den Filter weg – beides gleichzeitig ergibt ein orangestichiges Bild.

Soll ich beim Tauchen in 4K oder 2,7K filmen?+

Für ruhige Riffszenen 4K bei 30 Bildern pro Sekunde – die höhere Auflösung gibt dir beim Schnitt Reserve zum Zuschneiden. Für schnelle Motive wie Delfine, Adlerrochen oder Makrelenschwärme ist 2,7K bei 60 Bildern pro Sekunde die bessere Wahl, weil die höhere Bildrate Bewegungsunschärfe reduziert und Zeitlupe ermöglicht. Bildrate schlägt Auflösung, sobald sich das Motiv schneller bewegt als du.

Warum sind meine GoPro-Videos unter Wasser verwackelt oder unscharf?+

Meist sind drei Dinge schuld: zu schnelle Schwenks, eine freihändig gehaltene Kamera und eine unruhige Tarierung. Aktiviere HyperSmooth (aber nicht die Boost- beziehungsweise AutoBoost-Stufe, die stärker ins Bild schneidet), nutze einen Kameragriff als zweite Stabilisierungsebene und bewege die Kamera bewusst dreimal langsamer, als es sich richtig anfühlt. Unschärfe im Nahbereich hat eine andere Ursache: Die GoPro fokussiert erst ab etwa 30 Zentimetern – für echte Makroaufnahmen ist sie das falsche Werkzeug.

Reicht die GoPro als einzige Kamera für eine Tauchsafari im Roten Meer?+

Für Video ja – für Fotos nur bedingt. Bei Weitwinkelszenen, Wracksilhouetten, Delfinen und Riffpanoramen spielt sie ihre Stärken voll aus und passt dabei in jede Jackentasche. Schwach ist sie bei Makro-Motiven und in dunklen Wrackinnenräumen ohne Zusatzlicht. Wer auf einer Safari beides abdecken will, nimmt zusätzlich eine Kompaktkamera mit Makro-Modus mit oder plant zumindest ein Videolicht ein.

Über den Autor

🤿

Marc

PADI Divemaster · Rotes Meer

Seit Jahren tauche ich im Roten Meer und kenne jeden Spot, jede Strömung. Mein Ziel: dir den perfekten Tauchurlaub zu ermöglichen.

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