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Die ultimative Packliste für deine Ägypten-Tauchsafari
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Tipps & Tricks 08. Juli 2026 Marc 9 Min. Lesezeit

Die ultimative Packliste für deine Ägypten-Tauchsafari

Packliste für die Ägypten-Tauchsafari: Was Profis wirklich mitnehmen – von der Signalboje bis zum Ersatz-O-Ring. Jetzt komplette Checkliste sichern!

Auf einen Blick

  • Sicherheit (Pflicht): Eigene Signalboje (SMB) mit Spule, Tauchcomputer, Tauchmesser/Cutter
  • Eigenes Equipment: Maske, Computer und Atemregler immer selbst mitbringen – Rest kann geliehen werden
  • Kälteschutz: 3mm Neopren ganzjährig, im Winter 5mm – nie einen Trockenanzug
  • Elektronik: Mehrfachsteckdose, Powerbank, Action-Cam mit Ersatzakkus (Strom ist an Bord knapp)
  • Kleinkram, der rettet: Ersatz-O-Ring-Set, Kabelbinder, Reisetabletten, reef-safe Sonnencreme

Eine Tauchsafari im Roten Meer ist kein Hotelurlaub, bei dem du zur Not noch in die nächste Apotheke fährst. Sobald das Boot ablegt, bist du für sieben Tage mit dem versorgt, was du dabei hast – irgendwo zwischen den Brothers und Daedalus gibt es keinen Tauchshop um die Ecke. Ich habe in über 2.000 Tauchgängen im Roten Meer gelernt, dass die besten Safaris nicht an der Ausrüstung scheitern, sondern an einem vergessenen O-Ring, einem leeren Kameraakku oder einer fehlenden Boje. Diese Packliste ist das Ergebnis dieser Lektionen.

Was gehört auf die Packliste für eine Ägypten-Tauchsafari?

Die kurze Antwort: Auf jede Ägypten-Tauchsafari gehören deine persönliche Tauchausrüstung (Maske, Computer, Atemregler), eine eigene Signalboje mit Spule, ein passender 3mm-Neoprenanzug, wetterfeste Bordkleidung, eine kleine Reiseapotheke inklusive Reisetabletten sowie ein Set Ersatzteile (O-Ringe, Kabelbinder, Mundstück). Alles andere – Flasche, Blei, oft auch Flossen und Anzug – stellt das Boot. Der Schlüssel liegt darin, das Sicherheits- und Verschleiß-relevante Material selbst dabeizuhaben und beim Rest clever zu leihen, um Fluggewicht zu sparen.

Im Folgenden gehe ich die Liste Kategorie für Kategorie durch – so, wie ich selbst vor jeder Safari packe. Am Ende findest du meine fünf Dinge, die auf fast jedem Boot bei irgendjemandem fehlen.

Die komplette Packliste – Kategorie für Kategorie

Persönliche Tauchausrüstung

Drei Ausrüstungsteile bringe ich grundsätzlich selbst mit, weil Passform und Vertrauen hier über den Tauchgang entscheiden:

  • Maske (plus Ersatzmaske): Eine ausgeleierte Leihmaske kann eine ganze Safari ruinieren. Nimm deine eigene, dicht sitzende Maske – und eine günstige Zweitmaske als Backup.
  • Tauchcomputer: Absolut unverzichtbar bei drei bis vier Tauchgängen täglich. Er verwaltet deine Nullzeiten über die gesamte Woche und zeigt dir die Flugverbotszeit am Ende an.
  • Atemregler: Aus Hygiene- und Vertrauensgründen mein eigener. Denk an die frische Wartung vor der Reise.

Flossen, BCD und Anzug kannst du problemlos an Bord leihen, wenn du Fluggewicht sparen willst – die Qualität auf den guten ägyptischen Booten ist ordentlich. Wer öfter fährt, packt trotzdem lieber die eigenen Flossen ein.

Sicherheitsausrüstung – auf der Safari Pflicht

Das ist der Abschnitt, den Einsteiger am häufigsten unterschätzen. Auf Offshore-Riffen wie Elphinstone, Brothers oder Daedalus wird an der Oberfläche im offenen Wasser aufgetaucht – ohne eigene Signalboje findet dich das Zodiac in der Dünung schlicht nicht.

  • Signalboje (SMB) mit Spule: Für mich das wichtigste Teil auf dieser Liste. Eine gut sichtbare Signalboje mit Tauchflagge und Abrollspule gehört auf jeder Strömungssafari an jeden Taucher – nicht nur an den Guide.
  • Tauchmesser oder Line-Cutter: Gegen herrenlose Angelschnüre und Netze, die sich an Wracks und Riffen verfangen.
  • Tauchcomputer mit Flugverbots-Anzeige: Siehe oben – doppelt wichtig, weil die 24-Stunden-Regel nach der letzten Safari-Tauchfahrt genau eingehalten werden muss.
  • Backup-Lampe: Auch tagsüber für Wrackdurchgänge (Thistlegorm, Abu Nuhas) und für den obligatorischen Nachttauchgang.

Neopren und Kälteschutz

Das Rote Meer ist ganzjährig Warmwasser (22–30°C), einen Trockenanzug brauchst du nie. Für die meiste Zeit des Jahres reicht ein 3mm-Neoprenanzug. Nur im Winter (Dezember–März) und bei vier Tauchgängen täglich lohnt sich ein 5mm-Anzug, weil man zwischen den Tauchgängen auf dem windigen Deck auskühlt. Welche Stärke wann passt, hängt stark vom Reisemonat ab – die Details findest du in meinem Guide zur besten Reisezeit für Ägypten.

Elektronik und Unterwasser-Fotografie

Strom ist auf einem Safariboot ein knappes Gut: Es gibt wenige Steckdosen, oft nur zu bestimmten Zeiten, wenn der Generator läuft. Meine Elektronik-Regeln:

  • Mehrfachsteckdose + Reiseadapter: Verwandelt die eine Steckdose in der Kabine in vier – der beste Freund an Bord.
  • Powerbank: Damit Handy und Computer geladen bleiben, auch wenn der Generator aus ist.
  • Action-Cam mit 2–3 Ersatzakkus: Ein Akku hält keine vier Tauchgänge. Ohne Reserve filmst du den Longimanus mit leerem Kameragehäuse.
  • Ausreichend Speicherkarten: Lieber eine zu viel als 800 Fotos, die nirgends hinpassen.

Profi-Tipp von Marc

"Mein wichtigstes Kleinteil ist ein Zip-Beutel mit Ersatzteilen: O-Ringe für die Flaschenventile (DIN und INT), ein Ersatz-Mundstück, ein Fin-Strap, ein paar Kabelbinder und etwas Silikonfett. Das Ganze wiegt 100 Gramm und rettet dir garantiert mindestens einen Tauchtag pro Woche – wenn nicht deinen eigenen, dann den eines dankbaren Mittauchers."

Was das Boot stellt – und was nicht

Ein verbreiteter Anfängerfehler ist, entweder viel zu viel oder das Falsche einzupacken. Diese Faustregel hilft: Flasche, Blei und Bleigurt stellt jedes Safariboot – die packst du niemals selbst ein. Nitrox gibt es auf den meisten Booten gegen kleinen Aufpreis oder inklusive (dann lohnt sich der Nitrox-Kurs vor der Reise). Nicht verlassen solltest du dich hingegen auf Leihmasken, Leihcomputer und die Verfügbarkeit exakt deiner Neoprengröße. Handtücher stellt das Boot meist, aber ein eigenes, schnelltrocknendes Mikrofaser-Handtuch spart Platz und trocknet auf dem Sonnendeck in Minuten. Wie die Tage an Bord konkret ablaufen und was dich sonst erwartet, beschreibe ich ausführlich in meinen Tipps für Liveaboards im Roten Meer.

Kleidung und Persönliches an Bord

An Bord regiert der Pragmatismus – schicke Kleidung braucht niemand. Was wirklich zählt:

  • Warme Schicht für die Nacht: Ein Hoodie oder eine Fleecejacke. Auch im Roten Meer ist es nachts auf dem Wasser überraschend frisch, besonders bei Fahrt.
  • Winddichte Jacke: Für die Überfahrten und das Deck am frühen Morgen vor dem ersten Tauchgang.
  • Reef-safe Sonnencreme: Die ägyptische Sonne ist gnadenlos. Eine korallenfreundliche Sonnencreme (LSF 50+) schützt dich und das Riff – herkömmliche Cremes schädigen die Korallen.
  • Kopfbedeckung und Sonnenbrille: Sonnenstich auf dem Sonnendeck ist kein Spaß.
  • Badelatschen: Das Deck wird heiß, und du läufst die ganze Woche barfuß oder in Slippern.

Gepäck und Transport: So kommt alles heil an

Tauchgepäck ist schwer und sperrig – die richtige Tasche entscheidet über entspannten oder chaotischen Transfer. Ich schwöre auf eine große Tauchtasche mit Rollen wie den Mares Cruise Backpack Roller: Sie schluckt die komplette Ausrüstung, lässt sich über Flughäfen ziehen und als Rucksack über den wackeligen Steg zum Boot tragen. Für Empfindliches – Kamera, Computer, Regler – gilt: ins Handgepäck. Diese Teile gehören niemals in den aufgegebenen Koffer.

Für das nasse Deck und Ausflüge im Zodiac ist außerdem ein wasserdichter Dry Bag Gold wert: Handy, Kabinenschlüssel und Kamera bleiben trocken, wenn die Gischt übers Schlauchboot spritzt. Ein Tipp zum Fluggewicht: Die sperrigen, aber leichten Teile (Anzug, Flossen) kannst du zur Not vor Ort leihen – die teuren, kleinen Teile fliegen mit.

Reiseapotheke und Gesundheit

Die kleine Bord-Apotheke ist auf einer Safari wichtiger als im Hotel, weil es keinen Arzt an Deck gibt. Meine Basics:

  • Reisetabletten gegen Seekrankheit: Selbst geübte Seefahrer erwischt es bei rauer See vor den Brothers. Reisetabletten mit Dimenhydrinat gehören in jede Kabine – am besten schon vor der ersten Überfahrt eingenommen.
  • Abschwellende Nasentropfen: Ein leichter Schnupfen kann den Druckausgleich blockieren. Nasentropfen retten manchmal den Tauchtag (mit ärztlicher Rücksprache).
  • Ohrentropfen: Gegen Gehörgangsentzündungen bei vier Tauchgängen täglich in salzigem Wasser.
  • Persönliche Medikamente, Pflaster, Desinfektion: Korallenkratzer sind auf einer Woche fast unvermeidlich.

Meine 5 Dinge, die immer jemand vergisst

Nach unzähligen Safaris kenne ich die Klassiker, die auf jedem Boot bei irgendjemandem fehlen:

  • 1. Ersatzakkus für die Kamera – der mit Abstand häufigste Frust an Bord.
  • 2. Ein Anti-Fog-Mittel für die Maske: Ein Tropfen Anti-Fog-Spray beendet das ständige Beschlagen – gerade bei neuen Masken Gold wert.
  • 3. Das Tauch-Logbuch: Auf einer Safari sammelst du 15–20 Tauchgänge. Wer sie einträgt, braucht ein Logbuch – für die Stempel der berühmten Spots und den nächsten Brevet-Nachweis.
  • 4. Bargeld in kleinen Scheinen für das Crew-Trinkgeld am Ende der Woche.
  • 5. Der Ersatz-O-Ring – siehe Profi-Tipp oben. Nichts stoppt einen Tauchtag schneller als ein zischendes Ventil ohne Ersatzdichtung.

Wenn du diese Packliste einmal durchgehst, bevor der Koffer zugeht, startest du entspannt in deine Safari – und kannst dich auf das konzentrieren, was zählt: die Hammerhaie, die Wracks und die endlosen Riffe des Roten Meeres.

Häufige Fragen

Was muss ich für eine Tauchsafari in Ägypten selbst mitbringen?+

Unbedingt selbst dabei: Maske (plus Ersatzmaske), Tauchcomputer, Atemregler, eine eigene Signalboje mit Spule und dein Neoprenanzug in der richtigen Stärke. Flasche, Blei und Bleigurt stellt das Boot immer – Flossen, BCD und Anzug kannst du zur Gewichtsersparnis auch leihen.

Welchen Neoprenanzug brauche ich auf einer Ägypten-Safari?+

Für den größten Teil des Jahres reicht ein 3mm-Anzug, da das Rote Meer ganzjährig 22–30°C warm ist. Im Winter (Dezember–März) und bei vier Tauchgängen täglich empfiehlt sich ein 5mm-Anzug, weil man zwischen den Tauchgängen auf dem windigen Deck auskühlt. Ein Trockenanzug wird nie benötigt.

Was gehört ins Handgepäck beim Flug zur Tauchsafari?+

Alles Empfindliche und Teure: Tauchcomputer, Atemregler, Kamera samt Akkus und – falls du sie mitnimmst – die Maske. Diese Teile gehören niemals in den aufgegebenen Koffer, weil sie stoßempfindlich sind oder bei Gepäckverlust die ganze Safari gefährden.

Brauche ich eine eigene Signalboje für die Tauchsafari?+

Ja. Auf Offshore-Riffen wie Elphinstone, Brothers oder Daedalus wird an der Oberfläche im offenen Wasser aufgetaucht. Ohne eigene, gut sichtbare Signalboje (SMB) mit Abrollspule wird man vom Zodiac in der Dünung schlecht gefunden. Die Boje gehört an jeden Taucher, nicht nur an den Guide.

Was hilft gegen Seekrankheit auf dem Safariboot?+

Reisetabletten mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat, idealerweise schon vor der ersten Überfahrt eingenommen. Zusätzlich helfen eine Kabine in der Bootsmitte, frische Luft an Deck und der Blick zum Horizont. Bei rauer See vor den Brothers oder Daedalus erwischt es auch geübte Seefahrer.

Über den Autor

🤿

Marc

PADI Divemaster · Rotes Meer

Seit Jahren tauche ich im Roten Meer und kenne jeden Spot, jede Strömung. Mein Ziel: dir den perfekten Tauchurlaub zu ermöglichen.

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Meine Ausrüstung

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