Tauchen lernen in Hurghada: Was der PADI Open Water Kurs 2026 kostet, wie er abläuft und woran du eine gute Tauchschule erkennst. Jetzt lesen!
Auf einen Blick
- Kosten Open Water Diver (2026): ca. 300–420 €, deutschsprachige Basen 350–450 €
- Dauer: 3–4 Tage (mit E-Learning vorab oft nur 2,5 Tage im Wasser)
- Schnuppertauchen: ab 50–70 € inkl. Bootsausfahrt
- Wassertemperatur: 22–24°C im Winter, 27–29°C im Sommer
- Mindestalter: 10 Jahre (Junior Open Water Diver)
Wenn mich Leser fragen, wo sie am besten tauchen lernen sollen, ist meine Antwort seit Jahren dieselbe: Hurghada. Ich habe hier als PADI Divemaster unzählige Open-Water-Schüler durch ihre ersten Atemzüge unter Wasser begleitet – und ich erinnere mich noch genau an eine Schülerin aus Köln, die am ersten Tag im knietiefen Lagunenwasser fast hyperventiliert hat und drei Tage später mit einem Grinsen zwischen tausenden Fahnenbarschen am Riff der Giftun-Inseln schwebte. Genau das kann Hurghada: warmes, ruhiges Wasser, geschützte Riffe direkt vor der Tür und Preise, bei denen deutsche Tauchschulen nur seufzen können. In diesem Guide bekommst du alle Zahlen, den genauen Kursablauf und meine Kriterien für eine gute Tauchschule – Stand 2026.
Was kostet es, in Hurghada tauchen zu lernen?
Der PADI oder SSI Open Water Diver Kurs kostet in Hurghada 2026 etwa 300 bis 420 Euro – inklusive Leihausrüstung, Lehrmaterial und vier Freiwassertauchgängen, verteilt auf 3 bis 4 Tage. Budget-Anbieter starten bei rund 250 Euro, deutschsprachige Tauchbasen liegen meist bei 350 bis 450 Euro. Dazu kommt bei manchen Schulen die Zertifizierungsgebühr des Verbands von etwa 40 bis 60 Euro – frag das vorab explizit nach, damit es am Ende keine Überraschung gibt. Zum Vergleich: In Deutschland zahlst du für denselben Schein 500 bis 800 Euro und übst dafür in einem Baggersee mit fünf Metern Sicht. Hurghada ist damit einer der günstigsten Orte weltweit, um den Tauchschein zu machen – bei gleichzeitig erstklassigen Bedingungen.
Wenn du noch nicht sicher bist, ob Tauchen überhaupt etwas für dich ist: Ein Schnuppertauchen (Discover Scuba Diving) gibt es ab 50 bis 70 Euro, meist inklusive Bootsausfahrt zum Riff. Du tauchst dabei an der Hand eines Instructors auf maximal 12 Meter – und nach meiner Erfahrung buchen etwa acht von zehn Schnuppertauchern danach direkt den vollen Kurs.
So läuft der Open-Water-Kurs ab (3–4 Tage)
Der Open Water Diver ist weltweit standardisiert aufgebaut – egal ob PADI oder SSI. Die Voraussetzungen sind überschaubar: Mindestalter 10 Jahre (als Junior Open Water Diver), ein ausgefüllter medizinischer Fragebogen und die Fähigkeit, 200 Meter zu schwimmen und sich 10 Minuten über Wasser zu halten. Ein Leistungssportler musst du definitiv nicht sein.
Theorie und E-Learning: Erledige das vor dem Urlaub
Die Theorie umfasst fünf Kapitel plus Abschlussprüfung – Physik, Ausrüstung, Tauchgangsplanung, Sicherheit. Mein dringender Rat: Buche das E-Learning und arbeite es zu Hause auf dem Sofa durch. Das spart dir ein bis anderthalb Urlaubstage im Klassenraum, während draußen das Rote Meer glitzert. Fast alle Schulen in Hurghada bieten das Online-Paket an, oft ist es im Kurspreis enthalten.
Pool- und Lagunen-Sessions: Die Basics im Stehtiefen
Am ersten Praxistag lernst du im Pool oder – typisch für Hurghada – in einer flachen, sandigen Lagune die Grundfertigkeiten: Maske ausblasen, Atemregler wiederfinden, Tarierung kontrollieren, Atmen aus dem Oktopus deines Buddys. Der Vorteil der Lagune gegenüber dem Hallenbad in Deutschland: Du übst von Minute eins im echten Meer, mit echten Fischen um dich herum, bei 24 bis 29 Grad Wassertemperatur.
Die vier Freiwassertauchgänge: Dein Weg auf 18 Meter
Herzstück des Kurses sind vier Freiwassertauchgänge an zwei Tagen, meist vom Tagesboot an den geschützten Riffen rund um die Giftun-Inseln. Du steigerst dich schrittweise von 12 auf maximal 18 Meter – das Tiefenlimit des Open Water Diver – und wiederholst die Übungen aus der Lagune unter realen Bedingungen. Zwischen den Übungen bleibt genug Zeit, um einfach zu tauchen: Anemonenfische, Muränen, Blaupunktrochen und mit etwas Glück eine Schildkröte gehören an diesen Riffen zum Standardprogramm.
PADI oder SSI – welcher Verband ist besser?
Die kurze Antwort: Es ist fast egal. Beide Zertifizierungen sind weltweit gleichwertig anerkannt – mit einem SSI Open Water Diver kannst du überall tauchen, wo PADI akzeptiert wird, und umgekehrt. PADI ist die bekanntere Marke mit dem größeren Marketing, SSI ist in Hurghada oft 30 bis 50 Euro günstiger, weil die Schulen niedrigere Lizenzkosten haben. Die Ausbildungsinhalte sind nahezu identisch, beide folgen denselben internationalen Standards.
Nach über 2.000 Tauchgängen im Roten Meer sage ich dir aus Überzeugung: Nicht das Logo auf der Karte entscheidet über die Qualität deiner Ausbildung, sondern der Mensch, der dich ausbildet. Ein geduldiger Instructor mit kleinen Gruppen bei SSI schlägt jeden gestressten PADI-Instructor mit acht Schülern – und umgekehrt. Wähle die Schule, nicht den Verband.
Die richtige Tauchschule erkennen: 7 Kriterien
In Hurghada gibt es weit über hundert Tauchbasen – von exzellent bis abenteuerlich. An diesen sieben Punkten erkennst du die guten:
- 1. Kleine Gruppen: Maximal vier Schüler pro Instructor, im Idealfall zwei. Frag konkret nach, bevor du buchst.
- 2. Deutschsprachige Instructors: Gerade im Anfängerkurs willst du Sicherheitsbriefings zu 100 Prozent verstehen. Viele Basen in Hurghada haben deutsche oder deutschsprachige Teams.
- 3. Gepflegtes Leihequipment: Schau dir Atemregler und Jackets vorher an. Ausgefranste Schläuche und salzverkrustete Ventile sind ein Warnsignal.
- 4. CDWS-Lizenz: Die Chamber of Diving and Watersports lizenziert alle legalen Tauchbasen in Ägypten. Keine CDWS-Nummer, keine Buchung – so einfach ist das.
- 5. Keine Dumping-Preise: Ein Open Water Kurs unter 250 Euro geht rechnerisch nur mit vollen Gruppen, gehetzten Tauchgängen oder gespartem Equipment-Service.
- 6. Hausriff oder Boot: Frag, wo ausgebildet wird. Bootsausbildung an den Giftun-Riffen ist das Hurghada-Erlebnis; ein ruhiges Hausriff kann für nervöse Anfänger aber die entspanntere Wahl sein.
- 7. Ehrliche Bewertungen lesen: Achte in Rezensionen gezielt auf Stichworte wie Gruppengröße, Zeitdruck und Zustand der Ausrüstung – nicht auf die Sternezahl allein.
Profi-Tipp von Marc
"Schreib der Tauchbasis vor der Buchung eine kurze Mail mit zwei Fragen: Wie viele Schüler pro Instructor? Ist die Zertifizierungsgebühr im Preis enthalten? An der Antwort erkennst du mehr über die Schule als an jeder Hochglanz-Website – wer ausweichend oder gar nicht antwortet, wird dich auch im Kurs nicht gut betreuen."
Warum Hurghada perfekt zum Tauchenlernen ist
Hurghada kombiniert alles, was Anfänger brauchen: Das Wasser ist mit 22 bis 24°C im Winter und 27 bis 29°C im Sommer ganzjährig warm – im Sommer reicht ein Shorty oder 3mm-Anzug, im Winter nimmst du 5mm. Die Sicht liegt konstant bei 20 bis 30 Metern, und die geschützten, flachen Riffe rund um die Giftun-Inseln bieten strömungsarme Ausbildungsplätze, wie sie kaum ein anderes Revier hat. Dazu kommt die Anreise: Direktflüge ab Frankfurt, München oder Düsseldorf dauern nur 4,5 bis 5 Stunden, das E-Visum kostet 25 US-Dollar und ist in wenigen Minuten online beantragt. Falls du zwischen den Revieren schwankst, hilft dir mein Vergleich Hurghada vs. Sharm el-Sheikh – für die Terminplanung lohnt außerdem ein Blick auf die beste Reisezeit für Ägypten. Nur eines solltest du wissen: Im Juli und August klettert die Lufttemperatur auf bis zu 40°C – im Wasser ist das herrlich, an Deck brauchst du Sonnenschutz und viel Wasser.
Und danach? Mit der frischen Karte in der Tasche liegen dir die schönsten Fun-Dive-Spots des Roten Meeres zu Füßen – von den Korallengärten vor Hurghada bis zu den ersten kleinen Wracks. Wie es nach dem Schein weitergeht und welche Spots sich für frische Taucher eignen, liest du in meinem großen Anfänger-Guide für Ägypten. Beruhigend zu wissen: Hurghada verfügt über eine eigene Dekokammer und eine gut etablierte tauchmedizinische Infrastruktur – auch das ein Grund, warum ich das Revier für die Ausbildung so schätze.
Eigene Ausrüstung: Was sich schon für den Kurs lohnt
Die komplette Ausrüstung stellt dir die Tauchschule – kaufen musst du für den Kurs nichts. Zwei Dinge empfehle ich trotzdem jedem Schüler: Erstens eine eigene, gut sitzende Maske. Nichts ruiniert einen Ausbildungstauchgang so zuverlässig wie eine Leihmaske, die ständig Wasser zieht. Ich empfehle Einsteigern seit Jahren die Cressi F1 Frameless – sie sitzt auf fast jeder Gesichtsform, hat ein riesiges Sichtfeld und kostet weniger als zwei Tauchgänge. Dazu ein Anti-Fog-Spray, damit du dich in der Prüfungssituation nicht auch noch mit beschlagenen Gläsern herumärgerst.
Zweitens – spätestens für die ersten Fun-Dives nach dem Kurs – ein eigener Tauchcomputer. Der Cressi Leonardo ist der Klassiker für Einsteiger: ein Knopf, große Anzeige, zuverlässiger Algorithmus. Wer von Anfang an mit eigenem Computer taucht, entwickelt ein viel besseres Gefühl für Tiefe, Zeit und Aufstiegsgeschwindigkeit, statt blind dem Guide hinterherzuschwimmen. Alles andere – Jacket, Atemregler, Anzug – kannst du getrost noch ein bis zwei Urlaube lang leihen, bis du weißt, wie viel du wirklich tauchen wirst.
Mein Fazit nach all den Jahren am Roten Meer: Es gibt kaum einen besseren Ort für deine ersten Atemzüge unter Wasser als Hurghada. Warmes Wasser, sensationelle Sicht, faire Preise und Riffe, die dich vom ersten Tauchgang an verzaubern. Such dir eine Schule nach den sieben Kriterien oben aus – und in vier Tagen gehört die Unterwasserwelt dir.
Häufige Fragen
Was kostet der PADI Open Water Kurs in Hurghada 2026?+
Der PADI oder SSI Open Water Diver kostet in Hurghada 2026 etwa 300 bis 420 Euro inklusive Leihausrüstung, Lehrmaterial und vier Freiwassertauchgängen. Budget-Anbieter starten bei rund 250 Euro, deutschsprachige Basen verlangen 350 bis 450 Euro. Achtung: Manche Schulen berechnen die Zertifizierungsgebühr von 40 bis 60 Euro extra – vor der Buchung nachfragen.
Wie lange dauert es, in Hurghada tauchen zu lernen?+
Der Open Water Kurs dauert 3 bis 4 Tage: Theorie, Übungen im Pool oder in einer flachen Lagune und vier Freiwassertauchgänge bis maximal 18 Meter Tiefe. Wer die Theorie vorab per E-Learning zu Hause erledigt, braucht vor Ort oft nur 2,5 Tage im Wasser und spart wertvolle Urlaubszeit.
Muss ich für den Tauchkurs gut schwimmen können?+
Du musst kein Leistungsschwimmer sein: Verlangt werden 200 Meter Schwimmen ohne Zeitlimit und 10 Minuten Überwasserhalten. Dazu kommen ein medizinischer Fragebogen und das Mindestalter von 10 Jahren (Junior Open Water Diver). Bei bestimmten Vorerkrankungen wie Asthma oder Herzproblemen ist vorab ein ärztliches Attest nötig.
Ist Tauchen lernen in Hurghada sicher?+
Ja – vorausgesetzt, du wählst eine CDWS-lizenzierte Tauchbasis. Die Ausbildung folgt den weltweit gleichen PADI/SSI-Standards, die Ausbildungsriffe um die Giftun-Inseln sind flach, geschützt und strömungsarm, und Hurghada verfügt über eine eigene Dekokammer sowie tauchmedizinische Versorgung. Wichtigstes Sicherheitskriterium bleibt die Schule: kleine Gruppen und gepflegtes Equipment.
PADI oder SSI – was ist besser für Anfänger in Ägypten?+
Beide Verbände sind weltweit gleichwertig anerkannt und folgen denselben Ausbildungsstandards. SSI ist in Hurghada oft 30 bis 50 Euro günstiger, PADI ist die bekanntere Marke. Für die Qualität deiner Ausbildung ist der Verband zweitrangig – entscheidend sind die Tauchschule, kleine Gruppen und ein geduldiger Instructor.
