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Gota Abu Ramada tauchen: Das Aquarium vor Hurghada
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Tauchspots 02. November 2026 Marc 8 Min. Lesezeit

Gota Abu Ramada tauchen: Das Aquarium vor Hurghada

Gota Abu Ramada tauchen: Riffkegel im Giftun-Nationalpark bei Hurghada, ideal für Einsteiger und Schnorchler. Jetzt Tauchspot-Guide mit Tipps entdecken!

Auf einen Blick

  • Ort: Giftun-Nationalpark, ca. 20–30 Bootsminuten vor Hurghada
  • Tiefe: Riffdach ab 1–2 m, Basis bei 12–18 m, komplett umrundbar
  • Beste Reisezeit: ganzjährig tauchbar, April bis Oktober am wärmsten

Was macht Gota Abu Ramada tauchen besonders?

Gota Abu Ramada tauchen bedeutet: ein kegelförmiges Hausriff, das von der Oberfläche bis auf 12–18 m abfällt, komplett geschützt vor Strömung und rundum umrundbar. Genau diese Ruhe und die dichten Fischschwärme haben dem Spot im Giftun-Nationalpark vor Hurghada seinen Spitznamen eingebracht: das Aquarium. Für mich ist es seit Jahren einer der verlässlichsten Spots, wenn ich mit Neueinsteigern oder Schnorchlern rausfahre.

Lage & Anfahrt ab Hurghada

Gota Abu Ramada liegt im Giftun-Nationalpark, etwa 20 bis 30 Bootsminuten vor der Küste von Hurghada. Die meisten Tauchbasen kombinieren den Spot im Tagesausflug mit Giftun Island oder dem benachbarten Erg Somaya. Zwei bis drei Tauchgänge an einem Tag sind da problemlos machbar, ohne lange Bootsfahrten, die den Tag fressen. Wer noch keinen Überblick über die Tauchbasen und Preise vor Ort hat, findet im Hurghada-Tauchen-Guide die wichtigsten Anlaufstellen.

Die Boote ankern meist direkt über dem Riffkegel oder machen am Bojenfeld fest. Eine Ankerkette im Korallenriff gibt es hier nicht, der Nationalpark-Status wird konsequent durchgesetzt. Einstieg und Ausstieg erfolgen fast immer per Riesenschritt vom Boot, bei ruhiger See eine Sache von Sekunden.

Topografie & Tiefenprofil

Das Riff ist ein klassischer Kegel: Das Dach liegt nur 1 bis 2 m unter der Oberfläche, von dort fällt die Wand rundum gleichmäßig auf eine Basis bei 12 bis 16 m ab, an wenigen Stellen bis 18 m. Das heißt: Du bewegst dich während des ganzen Tauchgangs komfortabel im No-Deco-Bereich, egal ob du gerade erst deinen OWD machst oder seit Jahren tauchst. Strömung gibt es praktisch keine. Die geschützte Lage im Nationalpark macht Gota Abu Ramada zu einem der ruhigsten Spots der ganzen Region.

Diese Kombination aus flachem Dach, sanftem Abfall und kaum Strömung macht den Spot zum Standard-Checkdive-Riff praktisch jeder Hurghada-Basis. Für deinen ersten Tauchgang nach der Anreise oder für OWD-Übungen wie Maskenausblasen oder das Buddy-Breathing ist das Riff fast schon zu entspannt gebaut, um etwas falsch zu machen. Wenn du gerade erst mit dem Tauchen anfängst, lohnt sich hier auch ein eigener, einfach zu bedienender Tauchcomputer. Ich empfehle Einsteigern regelmäßig den Mares Puck 4. Er zeigt Tiefe, Zeit und No-Deco-Grenze übersichtlich an, kostet um die 150–200 €, und du musst dich an einem ruhigen Riff wie Gota Abu Ramada nicht erst unter Stress damit vertraut machen.

Profi-Tipp von Marc

"Ich schicke neue Taucher bei Gota Abu Ramada immer zuerst eine Runde am Riffdach entlang, bevor es tiefer geht. Auf 3–5 m siehst du schon die ganze Pracht: Glasfischschwärme, Papageifische, bunte Weichkorallen. Du gewöhnst dich entspannt an die Ausrüstung, bevor überhaupt Tiefe ins Spiel kommt."

Tierwelt im "Aquarium"

Der Name kommt nicht von irgendwoher. Im Flachwasser um das Riffdach ziehen dichte Schwärme aus Glasfischen und Füsilieren umher, dazwischen Kaiserfische, Doktorfische und Papageifische in auffälligen Farben. Mit etwas Geduld taucht gelegentlich ein Napoleon-Lippfisch aus dem Blau auf. Kleine Riffhaie zeigen sich hin und wieder an der Basis des Kegels, selten, aber möglich. Die Sicht liegt meist zwischen 15 und 25 m, an guten Tagen auch mehr, was den Überblick über das ganze Riff enorm erleichtert.

Am Riffdach selbst wächst eine dichte Mischung aus Weich- und Steinkorallen, in den Korallenästen verstecken sich Anemonenfische und kleine Riffbarsche. Wer langsam taucht und viel Zeit im Flachwasser verbringt, entdeckt hier mehr als bei einem schnellen Rundgang über die Tiefe. An der Riffbasis, dort wo der Sandboden beginnt, patrouillieren häufig Thunfischschwärme und einzelne Barrakudas im offenen Wasser. Ein schöner Kontrast zum dichten Leben am Riff selbst. Auch Muränen liegen tagsüber gerne in Felsspalten an der Basis versteckt, meist nur mit dem Kopf sichtbar.

Was Gota Abu Ramada von vielen anderen Riffen vor Hurghada unterscheidet, ist die Dichte auf engem Raum: Weil der Kegel komplett umrundbar ist und du nie weit vom Boot entfernt bist, lässt sich in einem einzigen Tauchgang praktisch die gesamte Bandbreite durchgehen: vom Schwarmfisch-Spektakel im Flachwasser über die bunten Korallengärten bis zum offenen Wasser an der Basis. Für Divemaster, die mit Gruppen aus Anfängern und Fortgeschrittenen gleichzeitig unterwegs sind, ist das Gold. Jeder findet sein Highlight, ohne dass die Gruppe sich weit auseinanderzieht.

Für Unterwasserfotografen

Die gute Sicht von 15 bis 25 m macht Gota Abu Ramada zu einem dankbaren Weitwinkel-Spot. Die Riffszenerie mit Schwarmfischen vor blauem Hintergrund lässt sich hier besonders gut einfangen. Am Riffdach selbst, auf 2 bis 5 m, lohnt sich zusätzlich der Blick ins Detail: Anemonenfische, kleine Nacktschnecken und bunte Weichkorallenpolypen sind ideale Makromotive, weil das flache Wasser viel natürliches Licht liefert und du lange genug an einer Stelle bleiben kannst, ohne auf die Tiefenlimits zu achten.

Für Einsteiger in die Unterwasserfotografie ist das Riff ebenfalls ein guter Übungsplatz: Die ruhige Strömung erlaubt es, in Position zu bleiben und die Belichtung in Ruhe anzupassen, statt gegen die Bewegung im Wasser anzukämpfen. Am besten fotografierst du am späten Vormittag, wenn die Sonne steil genug steht, um auch am Riffdach noch genug Licht in die flacheren Korallenbereiche zu bringen, aber die Besucherzahl am Spot noch moderat ist.

Eignung für Einsteiger, Schnorchler & Checkdives

Gota Abu Ramada ist genau deshalb so beliebt, weil er für drei sehr unterschiedliche Gruppen gleichzeitig funktioniert. OWD-Absolventen und Taucher auf Checkdive finden hier maximale Sicherheit: kaum Strömung, moderate Tiefe, klare Sicht. Schnorchler kommen durch das Riffdach bei nur 1–2 m Tiefe ganz ohne Flasche an die volle Pracht des Riffs heran. Deshalb steht der Spot bei fast jedem Tagesausflug auch für die Schnorchel-Gäste an Bord auf dem Programm. Und erfahrene Taucher nutzen das ruhige Gewässer gerne für entspannte Fototauchgänge oder einfach als zweiten, unaufgeregten Tauchgang nach einem anspruchsvolleren Spot wie Erg Somaya.

Für Schnorchler lohnt sich eine eigene, gut sitzende Ausrüstung. Gerade am Riffdach schwimmst du oft direkt über den Korallen, und ein Leihset, das nicht richtig abdichtet, verdirbt schnell die Laune. Ich tauche und schnorchle hier seit Jahren mit einem Cressi Masken- und Schnorchel-Set. Für 20–35 € bekommst du eine Silikon-Dichtung, die bei den meisten Gesichtsformen zuverlässig abschließt, und einen Trockenschnorchel, der kein Wasser durchlässt, wenn die Wellen am Riffdach etwas höher gehen. Worauf du beim Kauf achten solltest: Teste die Maske vor der Reise kurz ohne Band auf dem Gesicht. Saugt sie sich leicht an, passt sie.

Praktische Tipps für deinen Tauchgang

Die Wassertemperatur am Giftun-Nationalpark liegt je nach Saison bei 22–26 °C im Winter und 26–30 °C im Sommer. Ein 3 mm Neoprenanzug reicht für die meisten Taucher das ganze Jahr über völlig aus, nur im Hochwinter (Dezember bis Februar) greife ich selbst manchmal zu 5 mm, wenn ich mehrere Tauchgänge am Tag mache. Für Frauen, die öfter kalte Hände und Füße am Ende des Tauchgangs merken, empfehle ich einen 3 mm Shorty von Cressi als Ergänzung unter dem Anzug. Für etwa 40–60 € ist das ein spürbarer Unterschied gegenüber reinem Badeanzug, ohne dass du gleich einen kompletten 5 mm Anzug brauchst.

Plane die beste Tageszeit mit ein: Vormittags, kurz nachdem die ersten Boote losgefahren sind, ist das Riffdach meist noch ruhig und wenig frequentiert. Später am Tag teilen sich oft mehrere Gruppen gleichzeitig den Spot. Vergiss außerdem nicht die Nationalpark-Gebühr für den Giftun-Nationalpark, die separat zum Basispreis erhoben wird (meist um die 5–10 US-Dollar pro Tag, je nach Basis) und bei der Buchung des Tagesausflugs mit abgefragt wird. Ein eigenes SMB gehört ohnehin in jede Tasche. Auch an einem ruhigen Riff wie diesem ist es Pflicht, sobald du dich vom Boot löst, falls die Strömung doch einmal stärker ausfällt als erwartet.

Häufige Fragen zu Gota Abu Ramada

Häufige Fragen

Wie tief ist Gota Abu Ramada?+

Das Riffdach von Gota Abu Ramada liegt nur 1–2 m unter der Oberfläche, die Basis des kegelförmigen Riffs erreicht 12–18 m. Damit bewegst du dich während des gesamten Tauchgangs sicher im No-Deco-Bereich, egal ob Anfänger oder erfahrener Taucher.

Ist Gota Abu Ramada für Anfänger geeignet?+

Ja, Gota Abu Ramada gilt als einer der besten Checkdive-Spots vor Hurghada. Minimale Strömung, moderate Tiefe und gute Sicht machen das Riff ideal für OWD-Absolventen, den ersten Tauchgang der Reise und klassische Tauchübungen.

Kann man bei Gota Abu Ramada schnorcheln?+

Ja, und zwar sehr gut. Das Riffdach liegt bei nur 1–2 m Tiefe, sodass Schnorchler ganz ohne Flasche nah an Korallen, Glasfischschwärme und Kaiserfische kommen. Viele Tagesausflüge ab Hurghada kombinieren deshalb Tauchen und Schnorcheln an diesem Spot.

Wann ist die beste Reisezeit für Gota Abu Ramada?+

Der Spot ist ganzjährig tauchbar. Von April bis Oktober liegt die Wassertemperatur bei 26–30 °C, im Winter von Dezember bis Februar bei 22–24 °C. Mit einem 3 mm Neoprenanzug kommst du das ganze Jahr über gut zurecht.

Gibt es Strömung bei Gota Abu Ramada?+

Nein, Gota Abu Ramada liegt geschützt im Giftun-Nationalpark und hat kaum bis keine Strömung. Genau diese Ruhe hat dem Riff seinen Spitznamen "Aquarium" eingebracht und macht es zu einem der entspanntesten Tauchspots vor Hurghada.

Über den Autor

🤿

Marc

PADI Divemaster · Rotes Meer

Seit Jahren tauche ich im Roten Meer und kenne jeden Spot, jede Strömung. Mein Ziel: dir den perfekten Tauchurlaub zu ermöglichen.

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