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Napoleon-Lippfisch tauchen: Beste Spots im Roten Meer
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Tierwelt 12. Oktober 2026 Marc 8 Min. Lesezeit

Napoleon-Lippfisch tauchen: Beste Spots im Roten Meer

Napoleon-Lippfisch im Roten Meer tauchen: beste Spots, Steckbrief und Foto-Tipps für den sanften Riesen. Jetzt Reise planen!

Auf einen Blick

  • Ort: Ras Mohammed Nationalpark (Sinai) und Elphinstone Reef (Marsa Alam) am zuverlässigsten, ergänzend Daedalus Reef und Abu Nuhas
  • Tiefe: meist 5–25 m an Riffkanten, selten auch flacher im Riffdach
  • Beste Reisezeit: ganzjährig, da standorttreu (Wassertemperatur 22–28 °C)

Wo trifft man den Napoleon-Lippfisch im Roten Meer am zuverlässigsten?

Die besten Chancen auf einen Napoleon-Lippfisch beim Tauchen im Roten Meer hast du im Ras Mohammed Nationalpark vor Sharm el-Sheikh und am Elphinstone Reef bei Marsa Alam. An beiden Spots leben seit Jahren bekannte, ortstreue Exemplare an den Riffkanten, die Taucher aus nächster Nähe begleiten. Ich habe an beiden Stellen schon über hundert Begegnungen gehabt. Die Tiere sind dort fast schon Stammgäste.

Steckbrief: Größe, Alter und Aussehen

Der Napoleon-Lippfisch (Cheilinus undulatus), international als Humphead Wrasse bekannt, ist mit bis zu 2 Metern Länge und über 190 Kilogramm Gewicht der größte Lippfisch der Welt. Ausgewachsene Männchen erkennst du sofort am markanten Stirnhöcker, der an eine Napoleonsmütze erinnert, daher der Name. Dazu kommen dicke, wulstige Lippen und ein blaugrünes, manchmal fast türkises Schuppenmuster mit feinen schwarzen Linien im Gesicht, das bei jedem Tier etwas anders aussieht, fast wie ein Fingerabdruck.

Napoleon-Lippfische werden erst mit 5 bis 7 Jahren geschlechtsreif und können über 30 Jahre alt werden. Das ist auch ein Grund, warum sich Bestände nach Überfischung nur extrem langsam erholen. Jüngere Tiere sind kleiner, schlanker und ohne den ausgeprägten Stirnhöcker, weshalb sie gelegentlich mit anderen großen Lippfischarten verwechselt werden. Wenn du dir unsicher bist, welchen Fisch du da vor der Maske hast, hilft unser Guide zu den häufigsten Fischarten im Roten Meer beim sicheren Bestimmen.

Verhalten: neugierig, zutraulich und territorial

Napoleon-Lippfische gehören zu den neugierigsten Fischen am Riff. An etablierten Spots schwimmen sie oft direkt auf Taucher zu, inspizieren die Ausrüstung und bleiben teilweise minutenlang auf Tuchfühlung. Das Verhalten hat sich über Jahre eingeschliffen, weil Guides und Taucher dort respektvoll mit ihnen umgehen. Trotzdem sind es wilde Tiere mit festen Territorien an Riffkanten und Steilwänden, die sie tagsüber patrouillieren, während sie nachts in Höhlen und Spalten ruhen. Besonders aktiv sind sie am frühen Morgen und späten Nachmittag, wenn das Licht flacher steht und die Jagd auf Seeigel, Schnecken und selbst giftige Kugelfische beginnt. Ihr kräftiges Gebiss macht sie zu einem der wenigen Fressfeinde der Dornenkronen-Seesterne.

Die besten Spots im Detail

Der Ras Mohammed Nationalpark ist für mich der verlässlichste Ort im gesamten Roten Meer. An Spots wie Shark Reef und Jolanda Reef patrouillieren mehrere Napoleon-Lippfische entlang der Steilwand in 10 bis 20 Metern Tiefe, oft in Begleitung von Rotfeuerfischen und Doktorfischen. Die Sichtweite liegt hier meist zwischen 25 und 35 Metern, sodass du die Tiere schon von Weitem erkennst, bevor sie näherkommen.

Am Elphinstone Reef vor Marsa Alam begegnest du den Fischen typischerweise am Nordplateau in 15 bis 25 Metern Tiefe, direkt an der Kante zum Blauwasser. Hier sind die Tiere durch den regelmäßigen Bootsverkehr an Taucher gewöhnt, bleiben aber trotzdem Wildtiere mit ihrer eigenen Tagesroutine. Als Ausweichspots, wenn die Strömung an den Hauptplätzen zu stark ist, empfehlen sich Daedalus Reef mit seinen abfallenden Wänden und das Wrack-Riff Abu Nuhas, wo Napoleon-Lippfische regelmäßig zwischen den Wracks und dem angrenzenden Hausriff pendeln.

Profi-Tipp von Marc

"Am Shark Reef in Ras Mohammed tauche ich meistens gegen 9 Uhr morgens ein, direkt nach dem ersten Bootswechsel. Die Napoleon-Lippfische sind dann noch nicht von zu vielen Tauchgruppen umschwärmt und bleiben entspannt an der Kante stehen. Perfekt für ruhige Begegnungen ohne Hektik."

Schutzstatus: Vom Aussterben bedroht

Die IUCN listet den Napoleon-Lippfisch als "Endangered" (stark gefährdet), zusätzlich ist die Art seit 2004 in Anhang II des CITES-Abkommens geführt, das den internationalen Handel streng reguliert. Hauptgrund ist der Live-Fisch-Handel für Luxusrestaurants in Ostasien, wo ausgewachsene Tiere für mehrere hundert Dollar pro Kilo gehandelt werden, kombiniert mit Speerfischerei an unregulierten Riffen. Das extrem langsame Wachstum und die späte Geschlechtsreife verschärfen das Problem: Ein überfischtes Riff braucht Jahrzehnte, um sich wieder mit großen, fortpflanzungsfähigen Tieren zu füllen. Im Roten Meer gelten die Bestände dank striktem Fangverbot und Nationalpark-Schutz als vergleichsweise stabil, was die Region zu einem der wichtigsten verbliebenen Rückzugsorte für die Art macht.

Tauchverhalten und Fotografie-Tipps

Auch wenn die Tiere an bekannten Spots zutraulich wirken, gilt: nicht anfassen, nicht füttern und nicht aktiv verfolgen. Napoleon-Lippfische kommen am besten selbst auf dich zu, wenn du ruhig in Position bleibst, die Arme am Körper lässt und deine Atmung gleichmäßig hältst. Hektische Flossenschläge oder ausgestreckte Hände schicken sie sofort wieder in Richtung Tiefe. Halte generell mindestens 2 bis 3 Meter Abstand und lass dem Fisch die Entscheidung, näherzukommen.

Für Fotos am Riff reicht inzwischen eine kompakte Unterwasserkamera völlig aus. Ich tauche selbst seit über zwei Jahren mit der OM System Tough TG-7, kombiniert mit dem passenden PT-059 Unterwassergehäuse für Tiefen bis 45 Meter. Das reicht für jeden Spot im Roten Meer. Der große Vorteil gegenüber einer reinen Action-Cam: Der Makro-Modus und die manuelle Weißabgleich-Einstellung bringen die türkisen Farbtöne im Gesicht des Napoleon-Lippfischs auch in 15 bis 20 Metern Tiefe noch halbwegs natürlich raus, wo das Rot im Licht sonst schon fast komplett verschwunden ist.

Zur Standardausrüstung am Riff gehört bei den Wassertemperaturen von 22 bis 28 Grad im Roten Meer ein 3-mm-Neoprenanzug wie der Cressi Morea 3mm, den ich bei fast jedem Tauchgang hier trage. Er hält im Sommer problemlos warm und reicht im Winter mit einer dünnen Lycra-Weste darunter meist ebenfalls aus. Einen 5- oder 7-mm-Anzug wie im Kaltwasser brauchst du in Ägypten so gut wie nie.

Häufige Fragen zum Napoleon-Lippfisch

Wie groß wird ein Napoleon-Lippfisch maximal?

Napoleon-Lippfische erreichen maximal etwa 2 Meter Körperlänge und können dabei über 190 Kilogramm wiegen. Die meisten Tiere, die du beim Tauchen im Roten Meer siehst, sind mit 1 bis 1,5 Metern allerdings schon beeindruckend groß genug.

Ist der Napoleon-Lippfisch gefährlich für Taucher?

Nein, Napoleon-Lippfische sind gegenüber Tauchern grundsätzlich friedlich und neugierig, nicht aggressiv. Das kräftige Gebiss ist für Seeigel und Muscheln gedacht, nicht für Menschen. Trotzdem solltest du die Finger nicht in Richtung des Mauls halten.

Was ist die beste Jahreszeit, um Napoleon-Lippfische zu sehen?

Da Napoleon-Lippfische standorttreu sind und sich nicht saisonal zurückziehen, kannst du sie das ganze Jahr über an Ras Mohammed und Elphinstone antreffen. Die stabilsten Bedingungen mit wenig Strömung findest du von April bis Juni und im Oktober.

Mit welchen Fischen wird der Napoleon-Lippfisch verwechselt?

Junge Napoleon-Lippfische ohne Stirnhöcker werden manchmal mit anderen großen Lippfischarten oder dem Zackenbarsch verwechselt. Der entscheidende Unterschied ist das feine, labyrinthartige Linienmuster im Gesicht, das kein anderer Riffbewohner im Roten Meer besitzt.

An welchem Spot sieht man den Napoleon-Lippfisch fast garantiert?

Am Shark Reef im Ras Mohammed Nationalpark triffst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens ein Exemplar, da hier seit Jahren mehrere ortstreue Tiere an der Riffkante patrouillieren. Elphinstone Reef ist die zuverlässige Alternative bei Marsa Alam.

Häufige Fragen

Wie groß wird ein Napoleon-Lippfisch maximal?+

Napoleon-Lippfische erreichen maximal etwa 2 Meter Körperlänge und können dabei über 190 Kilogramm wiegen. Die meisten Tiere, die du beim Tauchen im Roten Meer siehst, sind mit 1 bis 1,5 Metern allerdings schon beeindruckend groß genug.

Ist der Napoleon-Lippfisch gefährlich für Taucher?+

Nein, Napoleon-Lippfische sind gegenüber Tauchern grundsätzlich friedlich und neugierig, nicht aggressiv. Das kräftige Gebiss ist für Seeigel und Muscheln gedacht, nicht für Menschen. Trotzdem solltest du die Finger nicht in Richtung des Mauls halten.

Was ist die beste Jahreszeit, um Napoleon-Lippfische zu sehen?+

Da Napoleon-Lippfische standorttreu sind und sich nicht saisonal zurückziehen, kannst du sie das ganze Jahr über an Ras Mohammed und Elphinstone antreffen. Die stabilsten Bedingungen mit wenig Strömung findest du von April bis Juni und im Oktober.

Mit welchen Fischen wird der Napoleon-Lippfisch verwechselt?+

Junge Napoleon-Lippfische ohne Stirnhöcker werden manchmal mit anderen großen Lippfischarten oder dem Zackenbarsch verwechselt. Der entscheidende Unterschied ist das feine, labyrinthartige Linienmuster im Gesicht, das kein anderer Riffbewohner im Roten Meer besitzt.

An welchem Spot sieht man den Napoleon-Lippfisch fast garantiert?+

Am Shark Reef im Ras Mohammed Nationalpark triffst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens ein Exemplar, da hier seit Jahren mehrere ortstreue Tiere an der Riffkante patrouillieren. Elphinstone Reef ist die zuverlässige Alternative bei Marsa Alam.

Über den Autor

🤿

Marc

PADI Divemaster · Rotes Meer

Seit Jahren tauche ich im Roten Meer und kenne jeden Spot, jede Strömung. Mein Ziel: dir den perfekten Tauchurlaub zu ermöglichen.

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Meine Ausrüstung

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